Abtauchen – aber bitte gesund wieder auftauchen
Abtauchen – aber bitte gesund wieder auftauchen
Warum Tauchtauglichkeit nichts mit einem lästigen Stempel zu tun hat
Das Wasser schließt sich über dir.
Noch vor wenigen Sekunden waren da Stimmen, das Brummen des Bootsmotors, Wasser, das gegen den Rumpf schlug, und jemand, der hinter dir irgendetwas rief. Jetzt bleibt davon kaum mehr als ein fernes, dumpfes Geräusch.
Du sinkst.
Über dir zerbricht das Sonnenlicht in flimmernde Streifen. Unter dir wird das Blau dunkler, tiefer, grenzenloser.
Einatmen.
Der Atemregler gibt die Luft frei.
Ausatmen.
Silberne Blasen lösen sich vor deiner Maske und steigen an deinem Gesicht vorbei zur Oberfläche. Für einen Moment folgst du ihnen mit den Augen. Immer weiter nach oben, bis sie irgendwo im Licht verschwinden.
Noch ein Atemzug.
Und plötzlich hörst du ihn ganz bewusst.
Dich selbst.
Deinen Atem.
Hier unten verschwindet vieles, was oben wichtig erschien. Termine. Nachrichten. Der Koffer, der gestern Abend noch nicht fertig gepackt war. Die Frage, ob du das Ladegerät eingesteckt hast. Sogar der Gedanke daran, dass irgendwo Menschen existieren, die dringend etwas von dir möchten.
Noch ein Stück tiefer.
Dann meldet sich dein rechtes Ohr.
Nicht schmerzhaft. Noch nicht. Erst dieses dumpfe Gefühl, als würde jemand von innen gegen dein Trommelfell drücken.
Du hältst inne.
Schluckst. Gleichst den Druck aus.
Ein kleines Knacken.
Und plötzlich ist es wieder frei.
Du sinkst weiter.
Vielleicht denkst du in diesem Augenblick überhaupt nicht darüber nach, was da gerade in deinem Körper passiert.
Eigentlich wäre das sogar ziemlich schön.
Denn genau dafür bist du hier.
Nicht, um unter Wasser über Druckverhältnisse, Herz-Kreislauf-Systeme oder deine Lungenfunktion nachzudenken.
Du bist hier, um zu tauchen.
Und dann schwimmt sie einfach vor dir vorbei
Du drehst den Kopf.
Erst ist da nur das Riff.
Dann bewegt sich etwas.
Langsam schiebt sich eine Meeresschildkröte aus dem Blau.
Keine Eile. Kein hektischer Flossenschlag. Keine erkennbare Sorge, dass irgendwo ein Kalender auf sie wartet.
Sie gleitet über das Riff, als hätte jemand die Schwerkraft für sie einfach abgeschafft.
Du hörst auf, dich zu bewegen.
Zumindest beinahe.
Nur dein Atem bleibt.
Einatmen.
Ausatmen.
Die Schildkröte kommt näher.
Für ein paar Sekunden existieren nur dieses Tier, das Blau um dich herum und die Blasen, die über deinem Kopf zur Oberfläche steigen.
Vielleicht sind es genau solche Augenblicke, für die Menschen einen Neoprenanzug anziehen, Flaschen schleppen, Masken spülen, Bleigewichte verteilen und sich freiwillig rückwärts von einem Boot ins Meer fallen lassen.
Weil die Welt hier unten plötzlich eine andere ist.
Und weil dein Körper trotzdem derselbe bleibt.
Genau das ist der entscheidende Punkt.
Dein Körper kann nicht wissen, dass du Urlaub hast
An Land funktioniert vieles beinahe nebenbei.
Du atmest, ohne darüber nachzudenken.
Dein Herz schlägt, ohne dich vorher um Erlaubnis zu fragen.
Dein Kreislauf hält dich aufrecht.
Deine Ohren gleichen kleinere Druckunterschiede aus.
Und wenn etwas nicht funktioniert?
Dann setzt du dich hin.
Du öffnest ein Fenster.
Du bleibst stehen.
Du rufst jemanden.
Du sagst: „Moment, mir ist gerade komisch.“
Unter Wasser ist „Moment, mir ist gerade komisch“ eine Information, die deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient.
Denn der nächste Stuhl steht möglicherweise mehrere Meter über dir.
An der Wasseroberfläche.
Beim Tauchen verändern sich mit zunehmender Tiefe die Druckverhältnisse. Genau deshalb spielt zum Beispiel der Druckausgleich im Mittelohr eine so wichtige Rolle. Dein Körper muss mit Bedingungen umgehen, die an Land so schlicht nicht existieren.
Und deshalb interessiert uns vor einem Tauchgang nicht nur, wie du dich gerade fühlst.
Uns interessiert, wie dein Körper mit genau diesen Bedingungen zurechtkommen kann.
Das ist der eigentliche Sinn einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung.
Nicht der Stempel.
Nicht das Formular.
Und ganz sicher nicht unsere heimliche Freude daran, noch ein Blatt Papier auszufüllen.
Das Ohr, das eben noch völlig unauffällig war
Du bist inzwischen einige Meter tiefer.
Das Riff liegt unter dir, die Schildkröte ist weitergezogen und du hast längst aufgehört, darüber nachzudenken, dass du vorhin noch auf einem Boot gesessen hast.
Dann kommt dieser Druck wieder.
Diesmal links.
Du gleichst aus.
Nichts.
Noch einmal.
Langsamer.
Jetzt löst er sich.
Weiter.
So unscheinbar kann ein funktionierender Druckausgleich sein.
Und so unangenehm kann es werden, wenn er nicht funktioniert.
Deshalb schauen wir bei einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung eben nicht nur kurz in deine Richtung und stellen fest:
„Zwei Ohren vorhanden. Wird schon gehen.“
Wir sehen sie uns an.
Das Trommelfell gehört zur tauchmedizinischen Untersuchung ebenso wie die Frage, ob es Beschwerden mit Ohren oder Nebenhöhlen gibt. Die GTÜM führt die Untersuchung der Ohren beziehungsweise Trommelfelle als Teil der tauchmedizinischen Untersuchung auf.
Und jetzt stell dir genau dieselbe Situation noch einmal vor.
Nur mit einer richtig schönen Erkältung.
Die Nase ist dicht. Die Schleimhäute geschwollen. Vielleicht hast du am Morgen noch gedacht:
Ach, das bisschen Schnupfen.
Schließlich hast du diesen Tauchgang gebucht.
Du bist extra hierhergeflogen.
Die Schildkröte hat vermutlich auch keinen Ersatztermin für Donnerstag angeboten.
Trotzdem interessiert sich dein Mittelohr bemerkenswert wenig für deine Urlaubsplanung.
Wenn der Druckausgleich nicht vernünftig funktioniert, ist nicht tiefer tauchen häufig die deutlich bessere Idee als irgendwie durchziehen.
Manchmal besteht verantwortungsvolles Tauchen eben aus etwas, das begeisterte Taucher besonders schlecht können:
oben bleiben.
Einatmen. Ausatmen. Plötzlich ist Atmen nicht mehr unsichtbar
Du schwimmst weiter.
Der Atemregler liegt zwischen deinen Lippen.
Einatmen.
Du hörst das Geräusch der einströmenden Luft.
Ausatmen.
Blasen schießen an deiner Maske vorbei.
Noch einmal.
Und noch einmal.
An Land verbringst du vermutlich nicht viel Zeit damit, deinen eigenen Atem zu beobachten.
Hier unten lässt er sich kaum ignorieren.
Er hat einen Rhythmus.
Ein Geräusch.
Einen Widerstand.
Er begleitet jeden Meter.
Und plötzlich wird etwas sichtbar, das dein Körper dein ganzes Leben lang fast unbemerkt für dich erledigt:
Atmen.
Genau deshalb interessiert uns die Lunge beim Tauchen ziemlich genau.
Zur tauchmedizinischen Untersuchung nach den Empfehlungen der GTÜM gehört eine Spirometrie, also eine Lungenfunktionsprüfung. Außerdem wird ein Ruhe-EKG als obligater technischer Bestandteil der Untersuchung genannt.
In der Praxis sieht das allerdings erheblich weniger spektakulär aus als gerade unter Wasser.
Kein Riff.
Keine Schildkröte.
Nicht einmal Neopren.
Stattdessen bekommst du ein Mundstück und eine Aufgabe, die zunächst sehr einfach klingt:
Pusten.
Kräftig.
Sehr kräftig.
Und dann kommt dieser besondere Moment, den vermutlich jeder kennt, der schon einmal eine Lungenfunktion gemacht hat.
Du hast längst alles gegeben.
Wirklich alles.
Deine Lunge ist leer.
Dein Gesicht sagt unmissverständlich: Das war's.
Und von irgendwo kommt:
„Weiter, weiter, weiter!“
Willkommen in der Medizin.
Was für dich nach einem ziemlich energischen Pustetest aussieht, gibt uns Informationen darüber, wie deine Lunge und deine Atemwege arbeiten.
Denn unter Wasser möchten wir uns nicht erst mit der Frage beschäftigen, ob da möglicherweise etwas ist, das vorher hätte auffallen können.
Plötzlich kommt die Strömung
Eben noch hast du fast schwerelos über dem Riff geschwebt.
Dann spürst du sie.
Erst zieht das Wasser nur leicht an dir vorbei. Sekunden später musst du arbeiten, um deine Richtung zu halten.
Ein Flossenschlag.
Noch einer.
Deine Oberschenkel übernehmen.
Der Atem verändert sich.
Einatmen.
Ausatmen.
Schneller jetzt.
Noch ein kräftiger Flossenschlag.
Das friedliche Schweben zwischen bunten Fischen bekommt plötzlich etwas ausgesprochen Sportliches.
Unter dem Neopren steigt dein Puls.
Und spätestens jetzt dürfte klar werden, weshalb uns beim Tauchen noch etwas anderes interessiert:
dein Herz-Kreislauf-System.
Denn Tauchen ist nicht automatisch gemütliches Herumtreiben im Wasser.
Ausrüstung tragen, ins Wasser kommen, Strömung, Kälte, Bewegung und anschließend möglicherweise mit Flasche und Blei wieder eine Bootsleiter hinaufsteigen – dein Körper darf dabei durchaus arbeiten.
Deshalb gehört das Herz zur Beurteilung dazu. Die GTÜM sieht ein Ruhe-EKG als Bestandteil der Untersuchung vor; ab dem 40. Lebensjahr wird zusätzlich eine Ergometrie mit Blutdruck- und EKG-Messung unter Belastung empfohlen.
Und nein:
Mit 40 wird man nicht über Nacht zum medizinischen Wrack.
Du bekommst auch keinen Brief:
„Herzlichen Glückwunsch. Bitte Flossen abgeben.“
Aber Risiken verändern sich mit zunehmendem Lebensalter. Deshalb empfiehlt die GTÜM für Erwachsene zwischen 16 und 39 Jahren eine erneute Tauchtauglichkeitsuntersuchung spätestens nach drei Jahren und ab dem 40. Lebensjahr jährlich. Für Kinder und Jugendliche gelten andere Intervalle.
Und natürlich gilt unabhängig von solchen Zeitabständen:
Wenn sich gesundheitlich etwas Wesentliches verändert hat, gehört das neu beurteilt.
Denn dein Körper kennt das Datum auf deinem letzten Attest nicht.
Sehr unpraktisch von ihm.
„Aber ich bin doch gesund.“
Vielleicht.
Wahrscheinlich sogar.
Und wunderbar, wenn es so ist.
Dann sitzen wir uns bei der Untersuchung gegenüber, reden über deine Gesundheit, untersuchen dich, schreiben EKG und Lungenfunktion, schauen uns unter anderem Ohren, Herz, Lunge und neurologische Funktionen an – und am Ende gibt es hoffentlich überhaupt nichts Spannendes zu berichten. Die tauchmedizinische Untersuchung orientiert sich dabei an genau solchen körperlichen und technischen Befunden sowie an der medizinischen Vorgeschichte.
Langweilig ist bei medizinischen Untersuchungen übrigens häufig ein hervorragendes Ergebnis.
Aber vielleicht gibt es eben doch etwas.
Eine Erkrankung, die vor Jahren diagnostiziert wurde.
Ein Medikament, das inzwischen täglich dazugehört.
Bluthochdruck.
Probleme mit den Atemwegen.
Schwindel.
Eine Operation.
Herzrhythmusstörungen.
Wiederkehrende Schwierigkeiten mit den Ohren.
Oder einen gesundheitlichen Befund, der an Land überhaupt keine große Rolle spielt und unter Wasser plötzlich genauer betrachtet werden sollte.
Internationale medizinische Screening-Unterlagen für Sporttaucher fragen deshalb ausdrücklich nach Vorerkrankungen, Medikamenten und verschiedenen Beschwerden, bevor entschieden wird, ob eine ärztliche Beurteilung erforderlich ist. Die aktuell von der UHMS bereitgestellte Version des internationalen Teilnehmerfragebogens stammt vom Januar 2026.
Das bedeutet aber nicht automatisch:
Du darfst nicht tauchen.
Eine Erkrankung ist kein rotes Stoppschild, das man pauschal über einen Menschen klebt.
Sie bedeutet zunächst:
Wir müssen genauer hinschauen.
Und dafür bist du bei einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung.
Also reden wir erst einmal
Jetzt verlassen wir für einen Moment das Meer.
Du sitzt bei uns in der Citypraxis.
Das Rauschen ist verschwunden.
Statt Atemregler gibt es Gespräch.
Und das ist tatsächlich ein ziemlich wichtiger Teil der Untersuchung.
Wie lange tauchst du schon?
Wie häufig?
Gab es irgendwann Probleme beim Tauchen?
Beschwerden unter Wasser?
Schwindel?
Bewusstlosigkeit?
Probleme mit Herz oder Lunge?
Mit Ohren oder Nebenhöhlen?
Welche Erkrankungen sind bekannt?
Welche Medikamente nimmst du?
Gab es Operationen?
Vielleicht erscheint dir manches davon weit entfernt von der Frage, ob du nächste Woche zwischen Korallen herumschwimmen kannst.
Für uns hängt es zusammen.
Denn wir versuchen nicht vorherzusagen, ob dir im Urlaub garantiert nichts passieren wird.
Das kann niemand.
Wir versuchen zu erkennen, ob es medizinische Gründe gibt, die das Risiko beim Tauchen relevant verändern könnten.
Das ist ein großer Unterschied.
Und dann wird untersucht
Jetzt darf dein Körper erzählen.
Der Blutdruck.
Herz und Lunge.
Die Ohren.
Die neurologische Untersuchung.
Das Ruhe-EKG.
Die Lungenfunktion.
Und abhängig von Alter, Vorgeschichte oder auffälligen Befunden können weitere Untersuchungen sinnvoll werden. Die GTÜM beschreibt neben den grundlegenden Untersuchungsbestandteilen zusätzliche Diagnostik je nach individueller medizinischer Situation; für Tauchende ab 40 Jahren wird insbesondere ein Belastungs-EKG empfohlen.
Das Ziel ist nicht, möglichst viel Medizin zu veranstalten.
Das Ziel ist, genug zu wissen.
Denn die Untersuchung soll weder eine Prüfung sein, die du irgendwie bestehen musst, noch ein Hindernis zwischen dir und deinem Urlaub.
Sie soll genau das Gegenteil sein.
Sie soll Probleme möglichst dort entdecken, wo noch ein Untersuchungszimmer, ein EKG und genügend Zeit zur Verfügung stehen.
Und nicht zehn Meter unter Wasser.
Bitte nicht am Abend vor dem Abflug
Der Koffer steht im Flur.
Die Tauchausrüstung ist verstaut.
Der Online-Check-in erledigt.
Der Wecker steht auf 3.45 Uhr.
Morgen geht es los.
Und plötzlich fällt dir dieses eine Formular wieder ein.
Tauchtauglichkeit.
Ach ja.
Da war doch was.
Also noch schnell zum Arzt?
Bitte lieber nicht so.
Nicht, weil wir dir kurz vor dem Urlaub nicht gern begegnen würden.
Sondern weil bei einer Untersuchung theoretisch etwas auffallen kann, das weiter abgeklärt werden sollte.
Und genau dann wird aus „Ich brauche nur schnell eine Unterschrift“ möglicherweise eine ziemlich unangenehme Situation.
Der Tauchkurs ist bezahlt.
Der Flug gebucht.
Das Hotel wartet.
Und wir sagen:
„Das möchte ich vorher noch genauer untersuchen.“
Das macht keinen glücklich.
Deshalb gehört die Tauchtauglichkeit genauso auf die Urlaubsvorbereitung wie Reisepass, Sonnencreme und die erstaunlich schwierige Entscheidung, wie viele T-Shirts ein Mensch für zehn Tage tatsächlich benötigt.
Mach den Termin rechtzeitig.
Dann ist auch genügend Zeit, falls wir noch etwas klären müssen.
Und wenn etwas auffällt?
Dann passiert zunächst etwas ausgesprochen Unspektakuläres:
Wir reden darüber.
Vielleicht braucht es eine weitere Untersuchung.
Vielleicht einen fachärztlichen Befund.
Vielleicht muss eine Erkrankung zunächst besser eingestellt werden.
Vielleicht muss eine Situation individuell beurteilt werden.
Und ja: Es gibt auch gesundheitliche Konstellationen, bei denen Tauchen nicht oder vorübergehend nicht empfohlen werden kann. Genau deshalb existieren medizinische Screening- und Untersuchungsstandards überhaupt.
Aber eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung ist kein Casting.
Du musst uns nichts beweisen.
Du gewinnst auch keinen Preis dafür, möglichst viele Fragen mit „Nein“ zu beantworten.
Wenn du etwas hast:
Sag es.
Nicht, weil wir dir das Tauchen verbieten wollen.
Sondern weil wir wissen müssen, mit welchem Körper du da runtergehst.
Es ist schließlich deiner.
Zurück ins Wasser
Die Strömung hat nachgelassen.
Du lässt dich wieder über das Riff treiben.
Dein Atem ist ruhiger geworden.
Einatmen.
Ausatmen.
Das Blau liegt um dich herum, als hätte es kein Ende.
Vielleicht siehst du die Schildkröte noch einmal.
Vielleicht auch nicht.
Dann wandert dein Blick irgendwann nach oben.
Die Oberfläche liegt weit über dir, hell und flimmernd.
Zeit zurückzukehren.
Du beginnst den Aufstieg.
Langsam wird das Wasser heller.
Meter für Meter.
Das Licht verändert sich.
Die Geräusche von oben kommen zurück.
Noch ein Stück.
Dann durchbrichst du die Oberfläche.
Plötzlich ist die Welt wieder laut.
Wellen schlagen gegen deine Maske. Irgendwo läuft ein Motor. Jemand ruft vom Boot.
Du nimmst den Atemregler aus dem Mund.
Ziehst Luft ein.
Ganz normale Luft.
Vielleicht schiebst du die Maske auf die Stirn.
Vielleicht grinst du.
Würden wir verstehen.
Und was hat das alles jetzt mit der Citypraxis zu tun?
Mehr, als du vielleicht gedacht hast.
Denn dieses Foto mit der Meeresschildkröte ist kein Stockfoto, das wir irgendwo besonders hübsch fanden.
Die Taucherin darauf ist Finja Hahne.
Tauchen gehört zu ihren Leidenschaften.
Sie kennt dieses dumpfe Gefühl im Ohr beim Abstieg. Das Geräusch des Atemreglers. Die Ruhe unter Wasser. Das Arbeiten gegen eine Strömung. Und auch diesen vollkommen absurden Moment, in dem plötzlich eine Meeresschildkröte vor einem auftaucht und der Rest der Welt für ein paar Sekunden ziemlich unwichtig wird.
Deshalb steht die Tauchtauglichkeitsuntersuchung bei uns auch nicht einfach als irgendeine medizinische Leistung auf einer Liste.
Wir wissen, wofür du sie machst.
Nicht für das Formular.
Nicht für den Stempel.
Nicht für die Tauchschule.
Sondern dafür:
Für diesen einen Moment unter Wasser.
Für das Blau über dir.
Für deinen Atem im Regler.
Für die Schildkröte, die vielleicht plötzlich vor dir durch das Wasser zieht.
Und dafür, dass du in diesem Augenblick möglichst nicht darüber nachdenken musst, ob dein Herz, deine Lunge oder deine Ohren eigentlich eine gute Idee dazu haben.
Darum kümmern wir uns lieber vorher.
Damit du abtauchen kannst.
Staunen kannst.
Und vor allem:
gesund wieder auftauchst.
Und bevor nach unseren Betriebsferien jemand Finja freudestrahlend fragt, wie denn der aktuelle Tauchurlaub war: Nein. 😄 Das Foto stammt von einem ihrer Tauchgänge aus ihrem Hobby – wir haben hier gerade keine heimliche Live-Schaltung vom Meeresgrund eingebaut.
Gut zu wissen
Die Tauchtauglichkeitsuntersuchung ist eine Selbstzahlerleistung.
Alles zu Untersuchungsumfang, Ablauf, Kosten und Terminbuchung findest du auf unserer Seite Tauchtauglichkeit.
Am besten kümmerst du dich rechtzeitig vor deinem nächsten Tauchurlaub um deinen Termin – damit noch genügend Zeit bleibt, falls medizinisch etwas genauer angeschaut werden sollte.












